Ohne Umschweife: Das Buch „Linux Server mit Debian GNU/Linux – Das umfassende Handbuch“ von Eric Amberg ist richtig gut. Dieses Buch kann ich allen Ein- und Umsteigern auf Linux im Serverbereich empfehlen. Es ist praktisch geschrieben, umfasst alle wichtigen Themen und ist dabei kein Trockenfutter. Es ist nicht nur ein Buch für Server, sondern in meinen Augen für alle die in Linux einsteigen wollen – nur eben dass alle erläuterten Themen auf einen Debian-Server bezogen praktisch erklärt werden.
Die Ausgabe in meinen Händen ist zwar für die älteren Versionen Debian Lenny und Etch, wie ich kürzlich gesehen habe gibt es aber bereits eine neue Ausgabe für Debian Squeeze.

Für die rohen Einsteiger hat es zwei Kapitel zum Thema „Woher bekomme ich Debian-Linux“ und „Debian installieren“. Aber das sind gerade mal 80 der rund 880 Seiten. Danach geht es sofort zur Sache: Die Debian Paketmanagement Tools dpkg, apt und aptitude werden erklärt – praktisch und nicht nur theoretisch, dafür habe ich dieses Buch geliebt. Weiter gehts weiter mit allen möglichen Dingen die man so generell mit einer Konsole anstellen kann und beherrschen muss. Man sollte sich schon bewusst sein, die Installation des XServers mit Gnome (also ein Desktop wie wir es alle von Windows kennen) wird natürlich erklärt, aber danach im Buch nie wieder benutzt. Das Leben auf einem Linux Server besteht nunmal nur noch aus einem (meist schwarzen) Textfenster 🙂

Jetzt wären wir bei Seite 140. Um das ganze etwas abzukürzen starte ich mal, die Server-Only bezogenen Themen aufzuzählen, vielleicht erhält ja der Eine oder Andere Lust auf dieses Buch: Backup Strategien, SSH, SCP, SFTP, FTP (Wobei Eric oft erwähnt, FTP aus Sicherheitsgründen wenn möglich nicht nicht zu benutzen, auch ich benutze für meine Zwecke nur SFTP), Samba (zwei in sich aufbauende Workshops), Apache (mehrere Workshops), MySQL, PHP, phpmyadmin, DNS (eigener Nameserver mit bind9, habe ich übrigens anhand des Buches für schroeffu.ch final aufgesetzt), eigener Mailserver mit Postfix und ca. 70 Seiten zum Thema Firwall mit iptables. Desweiteren werden interessante Randthemen wie Linux als Router und ein Squid-Proxyserver mit Debian erklärt. Wie man das System härtet, werden ganz am Ende des Buches auf 50 Seiten beschrieben, wobei hier jeweils empfohlen wird, sich weitere Lektüren durchzulesen, das Thema Sicherheit kann eben nicht wichtig genug sein.
Bestimmt habe ich einiges vergessen, die hier aufgezählten Themen sind etwa 40% des ganzen Buchumfangs.

Wie ihr merkt, schwärme ich etwas zu viel von diesem Buch.Vielleicht liegt es auch nur daran, dass man sich beim Lesen nicht wie ein Idiot vorkommt, der ja eh keine Ahnung von Linux hat und nichts in diesem Bereich zu suchen hat. Das Gefühl lernt jeder Linux-Einsteiger in diversen Foren schnell genug kennen. Aber das ist ein anderes Thema (einmal zum Thema bloggen „Warum sind Linuxnerds eigentlich so wie sie sind?“ würde mich ja schon reizen – sobald ich denn weiss, woran es liegt :-))

Eine Leseprobe gibt es hier auf GoogleBooks: http://books.google.ch/books?id=QZ-x3rU65egC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false. Ist direkt die neuste Auflage für das aktuelle Debian Stable Squeeze.

Kategorien: Linux

Schroeffu

Der Autor ist Schweizer, verheiratet, Vater von bisher einem Kind und seit November 2015 zu seiner liebevollen Frau nach Braunschweig, Deutschland, ausgewandert. Mit im Gepäck: Die Familienplanung, jede Menge Plüsch-Pinguine und die Tastatur zum bloggen.

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