Dicke Post von Migros Bank lag heute in meinem Briefkasten: Der Linux-Support beim eBanking wird noch 2015 eingestellt. Bis anhin hatte die Migros Bank für eBanking auf den USB-Stick mit SIM-Karte der Securityfirma Kobil gesetzt – dieser Stick hat auch unter Linux funktioniert. Man sehe und staune:

Goodbye Linux Support! Ein letzter Blick auf das Migros Bank eBanking mit elementaryOS Linux.....

Goodbye Linux Support! Ein letzter Blick auf das Migros Bank eBanking mit elementaryOS Linux…..

 

Im Zuge der Umstellung auf die neue Software-Lösung könne Linux nicht mehr berücksichtigt werden. Als Ursache wird genannt, die kleine Anzahl der Linux-Nutzer sei der Grund für den Rückzieher.

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Auszug aus dem Info Brief: „Linux wird aufgrund der kleinen Anzahl Nutzer nicht mehr unterstützt.“

Dass diese Umstellung auf eine Software-Lösung kommen wird, war klar. Diese USB-Stick Variante deckt nämlich keine Smartphone-Apps ab, es ist somit verständlich muss die Bank hier expandieren und mit dem „World-Standard“ mitgehen. Trotzdem empfinde ich es als beschämend, supportet die neue Software keine Linux-Version. Welcher Software-Lieferant mag hier wohl schuld sein? Ist Linux-Support für eBanking wirklich zu viel verlangt?

Für den Login ins eBanking mit der neuen Software braucht es jetzt also zwingend ein Mac- oder Windowsgerät. Zudem braucht es jetzt  – auch zwingend – ein 2. Gerät für die 2-Faktoren-Sicherheit bei allen Überweisungen. Einen Stick mit SIM- & PIN gibt es ja dann nicht mehr. Zusammenfassend wird im Brief empfohlen, dass man Zugriff auf zwei Nicht-Linux Geräte haben soll.

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Auszug aus dem Info Brief: „Vielleicht haben Sie zu Hause oder am Arbeitsplatz bereits ein Android-Tablet und einen Laptop mit einem anderen Betriebssystem zur Hand.“

Ich meine, selbverständlich habe ich Zugriff auf ein anderes Betriebssystem abseits von Linux. Auch auf zwei, oder drei, oder hunderte. Aber ich will das nicht haben müssen! Das ist der Unterschied.