Die Entwickler hinter ElementaryOS haben für das aktuelle Freya ihren ersten Minor Release freigegeben. ElementaryOS Freya 0.3.1 basiert auf Ubuntu 14.04.03 und bringt dessen Hardware Unterstützung in einem neuen .ISO Installationsimage mit. Das sollte bei einigen Installationsproblemen auf neuer Hardware jetzt endlich Abhilfe schaffen.

0.3.1 bringt besseren (U)EFI Support und weitere Hardwareunterstützung mit. Es behebt das Problem mit dem doppelten Cursor was aufgrund einem Konflikt mit dem Mesa Grafiktreiber aufgetreten ist. Einige Apps, welche im Dark Mode falsche Farben angezeigt hatten, sind jetzt korrigiert. Die Files App wurde seit Erscheinen von Freya schon drei mal verbessert.

Updates: Mail & Browser

Der noch sehr junge eMail Client Geary wurde auf 0.10 aktualisiert. Das bringt eine bessere Volltextsuche mit sich, besseres IMAP, bessere Verwaltung für Entwürfe und HTML Signaturen. Neu können auch mehrere Mailadressen in einem Account benutzt werden.

Browser Midori 0.5.11 bringt einige Verbesserungen, möchte aber Hauptsächlich die noch zu bemängelnde Stabilität verbessern. So wurde alter C Code in Vala umgeschrieben und damit der Weg zu einem robusteren Browser eingeschlagen.

Um Ehrlich zu sein, benutze ich genau diese beiden Apps noch nicht. Browser Midori stürzt leider noch zu oft ab und kann bei der Tab-Gestaltung mit einem Chrome oder Firefox noch nicht mithalten. Geary ist mir zu simpel für die Verwaltung von vier Mailadressen. Ich setze hier auf Thunderbird und Chromium.

ElementaryOS ist mehr als „schon wieder ein Linux“!

Ich nutze inzwischen ElementaryOS auf meinem Haupt-PC und beiden Notebooks. Während viele Ubuntuuser sagen «ich finde mein UbuntuMint ganz okay» (was ein bisschen zu mau klingt) darf ich voller Freude und überzeugung sagen «ich liebe mein ElementaryOS!».

Dieser Linux-Desktop ist einfach genial anders. Der Pantheon Desktop ist fantastisch schön und sogar noch verdammt viel schneller als diese lahmen Krücken Unity, Gnome & KDE.

Was an vielen Stellen ausschaut wie ein Mac OS X, ist unter der Haube deutlich besser gemacht. Ich zumindest kann mit einen Mac nichts anfangen  – obwohl ich einmal pro Monat für 1-2h an einem Mac arbeite, und das seit Jahren 😉

ElementaryOS sollte jeder Linuxer einmal ausprobieren. Egal, ob er mit Gentoo oder Linux Mint gross geworden ist.

Kategorien: Linux

Schroeffu

Der Autor ist Schweizer, verheiratet, Vater von bisher einem Kind und seit November 2015 zu seiner liebevollen Frau nach Braunschweig, Deutschland, ausgewandert. Mit im Gepäck: Die Familienplanung, jede Menge Plüsch-Pinguine und die Tastatur zum bloggen.

2 Kommentare

Project «Mama’s Laptop von Windows XP zu Linux» #2: Die Wahl der Distribution » schroeffu.blog · 6. Januar 2016 um 08:28

[…] Wahl fiel auf die Linux Distribution Elementary (Ja, das ist wie erwartet typisch ich). Stopp! Liebe LeserInnen, tut es mir nicht gleich! Elementary in der heutigen Version 0.3 […]

Project «Mama’s Laptop von Windows XP zu Linux» #4: Rückblick, 1 Jahr ElementaryOS 0.3 » schroeffu.blog · 26. November 2016 um 06:37

[…] extrem abgespeckt, womit zeitgleich die Usability zur reinsten Katastrophe wird. Am Anfang fand ich das noch geil, inzwischen bin ich auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt und habe die rosarote Brille […]

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