Seit ich in Deutschland lebe ist vieles gleich, aber auch einiges anders. Und etwas ist echt irrwitzig komisch, finde ich, aber das hebe ich mir für ganz am Schluss des Berichtes hier auf 🙂 Also, ich präsentiere die mir aufgefallenen Unterschiede zwischen Schweiz vs. Deutschland.

Unterschiede DE vs. CH: Tägliches Leben

  1. In Deutschland fahren die Züge rechts. In der Schweiz fahren die Züge links.
  2. Die Deutschen tragen den Hochzeitsring an der rechten Hand. Die Schweizer tragen diesen Ring links.
  3. Pepperoni ist in Deutschland eigentlich Paprika. Und Paprika, ist eigentlich Pepperoni. Oje, oje! Das hat schon einmal (beinahe) zu einem Streit mit meiner Frau geführt, ich wollte ja nicht scharf essen sondern Pepperoni 😀
  4. Weiches & dunkles Brot dominiert in Deutschland’s Bäckereien. Ich mag das übliche Halbweissbrot aus der Schweiz viel, viel lieber… (siehe auch: About Me)
  5. Stichwort Essen: Wilde Kaninchen gibt es in Deutschland an jeder Ecke. In der Schweiz wird beim Anblick eines frei lebenden Kaninchen gleich vermutet, jemand hat sein Haustier ausgesetzt.

Unterschiede DE vs. CH: Banken & Konten

Im Bereich der Banken ist sowieso alles schle.. äh, anders. Also erstens einmal fühlt sich hier jede Bank eher als eine Art „Hobby-Bank“ an, ich finde das ist nicht zu vergleichen mit dem gehobenen Standard in der Schweiz. Die Sparkasse, zum Beispiel, schaut viel zu schnell auf den Kontostand und behandelt den Kunden dann dementsprechend. Und dann sind hier in Deutschland die Banken-Fachwörter auch unnötig verkompliziert:

  1. Ein Sparkonto (Schweiz) ist in Deutschland ein «Tagesgeldkonto» oder ein «Zinskonto». Auf das Tagesgeldkonto hat man i.d.R. immer Zugriff auf das Geld, wohingegen beim Zinskonto der Bezug erst nach einer definierten Wartezeit möglich ist.
  2. Ein Privatkonto ist ein «Girokonto». Aha. Wer zum Kukuck braucht im normalen deutschen Sprachgebrauch das Word «Giro». Was heisst „Giro“ überhaupt? Also Wikipedia behauptet, es käme aus dem Italienischen und bedeutet «Kreis, Umlauf». «Dieser Brezel ist voll Giro!», lol 🙂

DER Unterschied

Kommen wir zum krönenden Abschluss der mir aufgefallenen Unterschiede in den letzten vier Wochen: Das Toilettenpapier ist falsch verpackt! Die Schweizer stapeln das Toilettenpapier in die Höhe, damit die Kartonröllchen in der Mitte sich gegenseitig stützen. Dadurch ist jede Rolle weniger bis überaupt nicht eingedellt, was schön aussieht und beim Abrollen weniger bis gar nicht «hüpft» an der Halterung.

In Deutschland ist es genau umgekehrt: Das Papier wird in die Breite abgefüllt verpackt. Dadurch sind die Rollen oft schon während dem Kauf «Matschepampe», das innere Röllchen ist dann schon instabil und nicht mehr schön rund:

Schweiz_Deutschland_Toilettenpapier_falsch_verpacktVerrückte Sache.. :o)

 


Schroeffu

Der Autor ist Schweizer, verheiratet, Vater von bisher einem Kind und seit November 2015 zu seiner liebevollen Frau nach Braunschweig, Deutschland, ausgewandert. Mit im Gepäck: Die Familienplanung, jede Menge Plüsch-Pinguine und die Tastatur zum bloggen.

4 Kommentare

Dirk Deimeke · 5. Januar 2016 um 15:16

🙂

Ich könnte Dir auch Geschichten vom umgekehrten Weg erzählen, wie es ist als Deutscher in die Schweiz ausgewandert zu sein.

Schon sehr spannend, wie nah sich die beiden Länder geografisch sind und wie viele Unterschiede es gibt.

Bob · 5. Januar 2016 um 15:43

Sorry, aber es liegt an dir! Du legst scheinbar die Packung mit dem Toilettenpapier AUF DiE FALSCHE SEiTE !!!111!1!1!! In Deutschland legt man die Packung nämlich auf die flache Seite. You’re welcome 😉

    Schroeffu · 5. Januar 2016 um 17:03

    Haha 😀 Das könnte es sein :- ) Wobei, irgendwie auch nicht, unser Toilettenraum ist so klein dass ich die Packung der langen Seite nach an die Wand stelle. Der Länge nach hinlegen ist kein Platz ;`)

CA · 21. Januar 2017 um 21:50

Das „Sparkonto“ gibt es in Deutschland auch, es ist nur aus der Mode gekommen.
Das „Tagesgeldkonto“ heisst so, weil das Geld in voller Höhe des Guthabens täglich verfügbar ist, im Unterschied zum „Sparkonto“ (und DAS ist auch in der Schweiz exakt dieselbe Leier), und die Abgrenzung zum „Zinskonto“ (die geläufigere Bezeichnung wäre FESTGELD) macht das ebenfalls deutlich.
Und das „Girokonto“ heisst nicht so, weil es so schön rund wäre, sondern weil darauf GIRALGELD geparkt (sic!) wird.

Und übrigens: aus der Sicht eines Deutschen sind umgekehrt die Schweizer Banken vorsintflutliche Gebührenabzocker. Wer ist denn so bescheuert sich für quasi null Gegenleistung die Gebühren aus der Tasche (du würdest sagen. aus dem Sack) ziehen zu lassen – nur weil man dann vielleicht „etwas“ freundlicher behandelt wird? Lol.

Merke: die Nase besser mal was weniger hoch tragen – es könnte reinregnen.

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