Übernachten in einem Zugabteil in einer Schlafkoje? Ohne, dass der Zug überhaupt fährt? Diese Vorstellung gefällt mir. Sie hat einen ganz besonderen Reiz. Ich habe es über ein Wochenende in Bonn ausprobiert.

Kürzlich machte ich einen Besuch in Bonn und meine Frau entdeckte diese «verrückte» Schlafgelgenheit auf Booking.com: In einer grossen Halle werden alte Wohnwagen und zwei Zug-Waggons als Hostel bzw. Jugendherberge angeboten. Eigentlich war geplant, dass wir beide dort 2 Nächte übernachten, wir mussten jedoch umplanen und ich begab mich alleine nach Bonn.

Nächster Halt: BaseCamp Bonn

Das «BaseCamp Bonn» genannte Hostel erfreut sich offensichtlich grosser Beliebtheit. Ich hatte das Gefühl, die Schlafplätze seien durchweg sehr gut gebucht, vielleicht Mitte August nicht gänzlich ausgebucht aber ordentlich belegt. Die Idee eines Hostels auf vielen Rädern ist ziemlich cool und optisch ist das BaseCamp wirklich toll eingerichtet. Eine Übernachtung als Einzelperson in einem Schlafwagen kostet 40/Nacht inkl. Frühstück. Das Internet ist in Form von WLAN kostenlos vorhanden, wenngleich es manchmal Aussetzer hat.

Das Frühstück befindet sich auf einer Empore die auf einer Seite der Halle über die gesamte Länge reicht, sie ist gleichzeitig auch eine Aussichtsplattform über die ganze Halle. Das Frühstücksbuffet ist Jugendherberge-Typisch nicht übertrieben gross, bietet aber alles was man sich als europäischer Morgenmuffel gewohnt ist: Kaffee, Kakao, Toastbroot, Brötchen, Käse, Marmelade, Orangensaft, Jogurth, etc.

Platzangst? Schlechter Schlaf?

Auf der Suche nach einem Haken an der Geschichte muss man es so ausdrücken: Wenn man weiss, was man gebucht hat, dann gibt es keinen Haken. Es ist nämlich so, dass die Trennwände zwischen den Waggon-Abteilen derart dünn sind, dass man den Zimmernachbar atmen hört in der Nacht. Wer einen schlechten Schlaf hat sollte sich eher für einen Wohnwagen in der Halle entscheiden, auch wenn er etwas mehr kostet. Der nächste Nachteil als Schlafwagen-Kunde ist der extrem begrenzte Platz, denn in diesem Abteil gibt es gerademal Platz für einem selbst, einen Koffer, und das wars. Gäste mit tendenz zu Platzangst werden weniger Freude daran haben 🙂

Also beim nächsten Besuch in Bonn werden wir gerne wieder dort buchen – dann aber einen Wohnwagen, diese Engen Zugabteile ist nix für verheiratete 😀

Kategorien: Persönliches

Schroeffu

Der Autor ist Schweizer, verheiratet, Vater von bisher einem Kind und seit November 2015 zu seiner liebevollen Frau nach Braunschweig, Deutschland, ausgewandert. Mit im Gepäck: Die Familienplanung, jede Menge Plüsch-Pinguine und die Tastatur zum bloggen.

1 Kommentar

Suli · 18. Januar 2017 um 09:37

Wowii 😀

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